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Bildbände

Menschen an der Ruhr

Die Gemeinde Wickede und ihr Fotochronist Heinrich Lehn

136 Seiten, 134 Abbildungen im Duoton-Druckverfahren,
mit zwei vertiefenden Textbeiträgen.
Tecklenborg Verlag, Steinfurt 2020
www.tecklenborg-verlag.de
ISBN 978-3-944327-89-1
Preis: 19,80 €.

Das vorliegende Buch im hochwertigen Duoton-Druckverfahren schließt als Band 11 der Reihe „Aus westfälischen Bildsammlungen“ eine Lücke in der westfälischen Fotogeschichtsschreibung. Er zeigt nicht nur ein facettenreiches Bild vom Leben an der Ruhr in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern steht exemplarisch auch für einen Umbruch in der Geschichte der Fotografie  - zwischen großformatiger Plattenkamera und dem Kleinbildformat, zwischen Bildkompositionen, die sich noch an der klassischen Malerei orientieren, und einem neuen sachlichen Blick.

Über fünfzig Jahre, von 1920 bis 1970, fotografierte Heinrich Lehn (1902-1976) als Fotochronist in der Gemeinde Wickede an der Ruhr. Im Mittelpunkt seiner erhalten gebliebenen Aufnahmen stehen der Ort und seine Menschen, Ereignisse und Veranstaltungen sowie die durch die Ruhr geprägte Landschaft. 

Das LWL-Medienzentrum für Westfalen bewahrt den fotografischen Nachlass Heinrich Lehns in seinem Bildarchiv. 

In mehreren Hundert 6x6 Mittelformataufnahmen, die er mit seinen zweiäugigen Iko- und Rolleiflex Kameras fotografierte, hat Lehn ein facettenreiches Bild von Wickede an der Ruhr in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts überliefert. Gleichzeitig steht die Sammlung Lehn fotogeschichtlich aber auch beispielhaft für eine sich emanzipierende und entwickelnde Amateurfotografie ab den 1930er-Jahren, die untrennbar mit der technischen Entwicklung der sogenannten „Rolleiflex-Fotografie“ einhergeht.

In einem Kooperationsprojekt zwischen der Gemeinde Wickede (Ruhr) und dem LWL-Medienzentrum für Westfalen konnte der Nachlass neu bewertet und aufgearbeitet werden. 

 

Buchcover Menschen an der Ruhr

Pferdeland Westfalen

Begegnungen bei offener Blende

Mit Fotografien von Tuula Kainulainen und Texten von Hermann-Josef Höper
Reihen: Begegnungen – Westfalen in Fotografien Band 1 /Schriften des LWL-Freilichtmuseums Detmold Nr. 41
Hgg. vom LWL-Medienzentrum für Westfalen und LWL-Freilichtmuseum Detmold
Tecklenborg-Verlag, Steinfurt, 2020
www.tecklenborg-verlag.de
ISBN: 978-3-944327-77-8
Preis: 24,90 €

Das Glück dieser Erde… 

„Das Leben ist kein Ponyhof“? Von wegen – dieser Spruch gilt nicht für Westfalen. Egal, ob als Arbeitstier, Freizeitbegleiter oder für den Reitsport – Pferde prägen die Region seit eh und je. Die flachen Ebenen der westfälischen Bucht bieten ideale Voraussetzungen für die erfolgreiche Zucht und Haltung der beliebten Vierbeiner. Bekannt war Westfalen in der Vergangenheit für seine Wildbahnen, in denen Pferde zumeist sich selbst überlassen lebten. Allein die Dülmener und die Senner Pferde sind heute noch in der Region zu erleben.

Bei ihnen beginnt die Fotografin Tuula Kainulainen ihre foto­grafische Reise durch das Pferdeland Westfalen. In sechs Themen­blöcken und rund 260 faszinierenden Fotografien werden die Zucht, unterschiedliche Einsatzformen, das bunte Miteinander auf Reitanlagen sowie Berufe zum Wohl des Pferdes porträtiert. Aufnahmen von Schleppjagd, Hengstparade und Wildpferdefang komplettieren den Band.

Mit großem Einfühlungsvermögen ist Tuula Kainulainen immer mittendrin in den Szenen, die sie festhält. Menschen und Pferde trauen ihr, lassen sie teilhaben an ihrem Umgang miteinander. Hermann-Josef Höper hat dazu eine historische Einordnung sowie kurze Einführungen in die sechs Themenkapitel geschrieben.

Buchcover Pferdeland Westfalen

Fotografie · Malerei · Skulptur

Bildwelten der Brüder Viegener

240 Seiten, 200 Abbildungen im Kunstdruckverfahren, mit fünf vertiefenden Textbeiträgen.
ISBN: 978-3-944327-72-3
Tecklenborg-Verlag, Steinfurt, 2019
www.tecklenborg-verlag.de
19,80 Euro

1925 wird im westfälischen Hamm das Fotoatelier Viegener gegründet. Etwa zeitgleich beginnt für die Fotografie die Epoche der Moderne.  Zu dieser Zeit hat die Fotografie sich als junges Medium neben den 'alten' Künsten bereits etabliert und macht sich fortan frei für Veränderungen und neue Blickwinkel.

Der vorliegende Bildband vereint erstmalig parallele Einblicke in die Werke von Fritz Viegener (1888–1976), dem Bildhauer, Eberhard Viegener (1890–1967), dem Maler, und Josef Viegener (1899–1992), dem Fotografen.

Im Nebeneinander des künstlerischen Schaffens der Brüder Viegener werden nicht nur die Unterschiede zwischen den Künsten deutlich, sondern es spiegeln sich genreübergreifend auch gesellschaftliche und kreative Einflüsse in den so unterschiedlichen Œuvres aus der Zeit von 1912 bis ca. 1970. Allen drei Lebenswerke gemeinsam ist ihre enge Verbindung zur westfälischen Heimat.

Buchcover Fotografie - Malerei-Skulptur

Naturfotograf und Naturschutzpionier

Die Fotosammlung Dr. Hermann Reichling (1890 – 1948)
Johannes Hofmeister/Stephan Sagurna/Ulrike Gilhaus/Bernd TenbergenAus westfälischen Bildsammlungen, Bd.9, Steinfurt 2016
ISBN 978-3-944327-37-2
Über den Buchhandel erhältlich

Westfalen und seine nördlichen Nachbarregionen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts porträtiert dieser Bildband in über 250 hochwertigen Fotografien. Aufgenommen hat sie der Münsteraner Dr. Hermann Reichling (1890-1948).  Der promovierte Biologe und leidenschaftliche Naturschutzpionier verschrieb sich nicht nur der Beobachtung und Erforschung von Pflanzen, Tieren und Landschaften, sondern setzte sich auch aktiv für den Schutz dieser Kulturlandschaften ein.

Mit einer Glasplattenkamera dokumentierte der passionierte Fotograf akribisch die reiche Flora und Fauna in Mooren und Heiden, an Flüssen und Seen, in Parklandschaften und Mittelgebirgen. Zugleich hielt er auch die Menschen und ihren Umgang mit der Natur in eindrucksvollen Momentaufnahmen fest. Ein spezielles Augenmerk richtete er auf das Eindringen von Industrialisierung und zivilisatorischer Moderne: die Zerstörung von natürlichen Lebensräumen ebenso wie den Bau von Wochenendhäusern, Verkehrswegen und Fabriken oder die Ausbreitung von Reklameschildern an Straßen und Häusern. Solche Aufnahmen gehören zu den frühesten visuellen Zeugnissen des Naturschutzes in unserer Region. Daneben bildeten für ihn auch seine Familie und das soziale Leben in seiner Heimatstadt Münster beliebte Sujets.

Fünf einführende und vertiefende Textbeiträge und zehn Bildkapitel geben in diesem Fotoband einen umfassenden Überblick über das fotografische und naturkundliche Wirken Reichlings.

Cover Reichling

Dorfleben in den Nachkriegsjahren

Nottuln 1946 – 1955. Aus dem Nachlass des Leica-Fotografen Johannes Weber
Hans-Peter Boer/Stephan Sagurna/ Hermann-Josef Stenkamp
Aus westfälischen Bildsammlungen,
Bd. 8, Steinfurt 2016
ISBN: 978-3-944327-46-4
Über den Buchhandel erhältlich

In mehr als 6.000 Fotografien hielt Johannes Weber zwischen 1946 und 1955 mit seiner Leica-Kleinbildkamera das Leben im münsterländischen Dorf Nottuln fest. Die 170 aussagekräftigsten Fotos der Sammlung Weber hat Stephan Sagurna für diesen Bildband unter vier Themenschwerpunkten zusammengestellt: "Ortsansichten", „Festlichkeiten, Feiern und Ereignisse", "Rhode – Die Nottulner Fabrikantenfamilie" sowie „Porträts". Drei Einleitungsaufsätze von Hans-Peter Boer, Hermann-Josef Stenkamp und Stephan Sagurna führen in die Besonderheiten von Webers Fotografien und den Alltag der Nachkriegsjahre ein. Am Beispiel Nottulns macht der Bildband eine Lebenswelt lebendig, die heute versunken ist, aber bis vor einem halben Jahrhundert in vielen Dörfern und Kleinstädten Westfalens Alltag war.

Buchcover Dorfleben in den Nachkriegsjahren

Der Erste Weltkrieg in 3D

Front 14/18
Dreisprachig: deutsch, niederl., engl.
Volker Jakob/Stephan Sagurna
Aus westfälischen Bildsammlungen, Bd. 7, Steinfurt 2014
ISBN: 978-3-944327-18-1
Über den Buchhandel erhältlich

Die Alltagsrealität in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs steht im Zentrum dieses Bildbandes, der anhand bisher unveröffentlichter Fotografien neue Einsichten in eine kollektive Katastrophe vermittelt, deren ganzes Ausmaß sich uns erst jetzt, 100 Jahre danach, voll erschließt. Es sind sehr seltene, verstörende, von zwei jungen deutschen Frontoffizieren, Karl Bußhoff (1887-1918) und Otto Mötje (1889-1962), aufgenommene stereoskopische Bildfolgen, die uns den Nachgeborenen, dieses Inferno in besonderer Weise unverstellt und in räumlicher Tiefe nahe bringen. Durch die Dreidimensionalität dieser Fotografien erhält der Krieg eine beklemmende Aktualität.

 

Buchcover Der Erste Weltkrieg in 3D

Zeitenwende

Aspekte der westfälischen Fotografie im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert
Volker Jakob/Stephan Sagurna
Aus westfälischen Bildsammlungen, Bd. 6, Bönen 2012
ISBN: 978-3-86206-202-7
Über den Buchhandel erhältlich
vergriffen

Im Mittelpunkt dieses Bildbands steht Westfalens Abschied von der Vergangenheit und der Beginn der Moderne, wie er sich um 1900 vollzog und damals von neugierigen Kameras aufgezeichnet wurde. Am Beispiel einer besonders dichten, reichhaltigen und auch biografisch gut nachvollziehbaren Bildüberlieferung wird dieser Prozess hier genauer beleuchtet.

Buchcover Zeitenwende

Westfalen entdecken

Hunderteinunddreißig Fotografien aus Westfalen
Zehn Versuche über Heimat von Burkhard Spinnen, Münster 2010
ISBN: 978-3-87023-339-6
Über den Buchhandel erhältlich

"Westfalen entdecken!" Unter diesem Motto rief das LWL-Medienzentrum im Frühjahr 2010 ambitionierte Amateur- und Berufsfotografen dazu auf, eine Entdeckungsreise durch "ihr" Westfalen anzutreten und ihren persönlichen Blick auf Land und Leute festzuhalten. Gefragt waren die Besonderheiten einzelner Teilregionen - markante Sehenswürdigkeiten in Heimatstadt oder Heimatkreis - ebenso wie das Typische der gesamten Region: Wahrzeichen wie Westfalens mittelalterliche Kirchen, seine Rathäuser oder Industriedenkmäler, seine Landschaften - aber auch das moderne Westfalen: die urbane Einkaufsmeile, das multikulturelle Stadtfest, zeitgenössische Städtebauprojekte. Als Ergebnis eines offenen, frei zugänglichen Wettbewerbs zeigt die vorliegende Publikation Westfalen aus einem besonderen Blickwinkel: dem seiner Bürgerinnen und Bürger. Sie sind es, die hier ihre Heimat fotografisch erkundet haben, und ihre Fotos lassen auch uns "Westfalen entdecken".

Buchcover Westfalen entdecken

Kluge Köpfe

Adolf Clemens Porträts 1965-2005
Volker Jakob (Hg.)
Aus westfälischen Bildsammlungen, Bd. 5, Bönen 2007
ISBN: 978-3-939825-22-7
Über den Buchhandel erhältlich

Adolf Clemens, der bei Otto Steinert an der renommierten Folkwangschule in Essen studierte und als einer der profiliertesten deutschen Porträtfotografen seiner Generation gilt, hat diese Arbeiten in der Zeit von 1965 bis 2005 geschaffen. Dargestellt sind Persönlichkeiten wie Joseph Beuys, Heinrich Böll, Karl Heinz Stockhausen, Marion Gräfin Dönhoff, Joseph Ratzinger oder Marcel Reich-Ranicki.

Buchcover Kluge Köpfe

Verlorene Paradiese

Der Fotograf Joseph Schäfer und das Vest Recklinghausen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Recklinghausen 2007
Volker Jakob/Matthias Kordes (Hg.)
ISBN: 978-3-9811911-1-0
Erhältlich bei Schützdruck GmbH

Mit seiner Kamera dokumentierte der Studiendirektor Joseph Schäfer (1867-1938) Stadt und Vest Recklinghausen. Dieser Bildband enthält über 60 seiner Fotografien. Bilder verlorener Paradiese. Ein Muss für jeden Heimatfreund.

Bildcover Verlorene Paradiese

Kriegskinder

Zwischen Hitlerjugend und Nachkriegsalltag
Fotografien von Walter Nies, Münster 2006
Barbara Stambolis, Volker Jakob (Hg.)
Aus westfälischen Bildsammlungen, Bd.4
ISBN: 978-3-89688-290-5
Über agenda Verlag erhältlich

Walter Nies, 1918 in Lippstadt geboren, fotografierte seit Mitte der 1930er Jahre Menschen in Westfalen. In den Jahren 1942 bis 1945 war er für die Bann-Bildstelle der Hitlerjugend in Lippstadt, ab 1943 auch für die Bildstelle der HJ Westfalen-Süd in Bochum tätig. Nach dem Ende des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkriegs fotografierte Nies u.a. für die Katholische Osthilfe, die Hilfsorganisation für Flüchtlinge im Erzbistum Paderborn. Obwohl er nicht als Fotograf ausgebildet wurde, also Autodidakt ist, gelangen ihm unzählige hochprofessionelle und zugleich zeit- sowie fotogeschichtlich außerordentlich wichtige Aufnahmen.

Der in diesem Buch sichtbare Teil des umfangreichen fotografischen Lebenswerks von Walter Nies dokumentiert das Leben von Kindern und Jugendlichen "zwischen Hitlerjugend und Nachkriegsalltag". Die Bilder zeigen facettenreich die Erfahrungswelt der Kriegskindergeneration des Zweiten Weltkriegs, der heute 60–80-jährigen. Die Fotografien machen deutlich, wie die Generation der Kriegskinder die politische Vereinnahmung unter dem Nationalsozialismus, den Zusammenbruch und den Neuanfang nach 1945 erlebte. Sie bilden den nur schwer fassbaren Übergang zwischen Krieg und Nachkriegszeit ab, und dokumentieren höchst unterschiedliche und  "geteilte" Kindheits- und Jugenderfahrungen, die nicht nur für Westfalen exemplarisch sind.

Buchcover Kriegskinder

Menschen vom Lande.

Ignaz Böckenhoff
Volker Jakob/Ruth Goebel
Aus westfälischen Bildsammlungen, Bd. 3,
Essen 2002
ISBN: 978-3-89861-149-7
Über den Buchhandel erhältlich

Über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren hinweg hat Ignaz Böckenhoff als Amateurfotograf die Menschen und Zustände seines Heimatdorfes Raesfeld mit großer Hingabe porträtiert. Die für dieses Buch ausgewählten Bildbeispiele dokumentieren die ländliche Lebenswelt und traditionelle Gesellschaftsordnung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Diese Bilder einer vergangenen ländlichen Welt und ihrer Menschen bestechen durch die Dichte der Dokumentation, die Natürlichkeit und Ungezwungenheit. Historische Ereignisse mischen sich mit Stimmungen, sozialgeschichtliche Themen verbinden sich mit dem sicheren ästhetischen Gespür für den richtigen Augenblick!

Buchcover Menschen vom Lande.

Lichtbilder auf Papier.

Fotografie in Westfalen 1860-1960, Münster 1999
Volker Jakob (Hg.)
Aus westfälischen Bildsammlungen, Bd. 2, 1997
ISBN: 978-3-87023-143-9
vergriffen

Dieser attraktive Bildband rekonstruiert die Geschichte der Fotografie in Westfalen von den Anfängen um 1860 bis zum Beginn des Fernsehzeitalters. In diesem Zeitraum eroberte das Medium die Welt, und es ist spannend zu sehen, wie immer neue technische Entwicklungen und ein sich wandelnder Blick neue Bilder ermöglichten. Die wiedergegebenen Fotografien zeigen Motive im Laufe der Zeit – biedermeierliche Porträts, Neue Sachlichkeit, Dokumente der Nazi-Zeit und neue, experimentelle Fotografie.

Buchcover Lichtbilder auf Papier.

Menschen im Silberspiegel

Die Anfänge der Fotografie in Westfalen
Volker Jakob
Aus westfälischen Bildsammlungen, Bd. 1, Greven 1989
ISBN: 978-3923166-30-5
vergriffen

Das Buch beschreibt die Anfänge der Fotografie in Westfalen anhand von Daguereotypien und Ambrotypien, die bisher - mit wenigen Ausnahmen - noch nie veröffentlicht worden sind. Es dokumentiert eine regionale Frühgeschichte der Fotografie, die die soziale und kulturelle Dimension des Mediums miteinbezieht.

Buchcover Menschen im Silberspiegel