Jugendliche stärken im Umgang mit Extremismus in Social Media
Neues Unterrichtsmaterial in der Bildungsmediathek NRW
Soziale Medien wie TikTok und Instagram sind für junge Menschen zentrale Orte für Austausch und Information. Doch genau diese Räume nehmen zunehmend auch extremistische Akteur:innen ein, um gezielt junge Nutzer:innen anzusprechen. Dabei werden oft subtile Methoden angewandt, die sich nahtlos in den digitalen Alltag einfügen: In vermeintlich harmlosen, mit populären Musikclips hinterlegten Lifestyle-Content mischen sich demokratie- und menschenfeindliche Ideologien. Komplexe gesellschaftliche Probleme werden in Memes auf einfache Feindbilder reduziert, radikale Denkmuster humorvoll verpackt und scheinbar normalisiert. Besonders in Phasen der Identitätssuche können solche Inhalte wirksam sein.
Mit dem Unterrichtsmaterial „Rechtsextremismus in Social Media: Emotionen als Strategie“ stellt das LWL-Medienzentrum für Westfalen Lehrkräften nun ein praxisnahes Werkzeug zur Verfügung, um Jugendlichen Sicherheit im Umgang mit demokratiefeindlichen Inhalten in sozialen Medien zu vermitteln. Die Unterrichtseinheit eignet sich für den Einsatz ab der 8. Jahrgangsstufe, insbesondere in den Fächern Politik, Deutsch oder Sozialwissenschaften. Im Fokus steht das Erkennen sogenannter "Dog Whistles" (versteckte Codes) sowie extremistischer Narrative, die speziell auf die Bedürfnisse Jugendlicher nach Orientierung und Zugehörigkeit abzielen.
Das Materialpaket kann unmittelbar im Unterricht sowie in außerschulischen Bildungsangeboten eingesetzt werden. Neben einer didaktischen Handreichung enthält es detaillierte Verlaufspläne für eine Doppelstunde sowie verschiedene Arbeitsblätter. Statt mit realem, potenziell belastendem Social-Media-Material zu arbeiten, nutzt die Einheit das pädagogische Simulationstool „SwipeAway“ der Amadeu Antonio Stiftung. Das Tool orientiert sich an TikTok und vermittelt Einblicke in die Funktionsweise der Plattform sowie in extremistische Kommunikationsstrategien, ohne dass Jugendliche auf echte Accounts zugreifen müssen.
Darüber hinaus entwickeln die Jugendlichen eigene Handlungsstrategien – von Gegenrede bis hin zur Meldung problematischer Inhalte – und erarbeiten als kreativen Abschluss Konzepte für Erklärvideos, mit denen sie andere Nutzer:innen für den Umgang mit extremistischem Content sensibilisieren können. Die Inhalte des Unterrichtsmaterials sind direkt an den Medienkompetenzrahmen NRW angebunden.
Das Unterrichtsmaterial steht ab sofort kostenfrei über die Bildungsmediathek NRW zur Verfügung. Lehrkräfte können in den Kommunalen Medienzentren in Westfalen-Lippe weitere Hintergrundinformationen, Impulse und Materialien zum Themenfeld erhalten.
„Es gibt viele interessierte und engagierte Lehrkräfte, die sich mit den Gefahren in Social Media auseinandersetzen möchten – trotz vollem Lehrplan und anderen Verpflichtungen“, betont Lara Franke, Medienpädagogin und freie Journalistin. Die Expertin beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema „Rechtsextremismus in Social Media“. Gemeinsam mit dem LWL-Medienzentrum entwickelte sie das Material für den schulischen und außerschulischen Einsatz. Zudem hat sie im Rahmen des LWL-Projekts „Demokratie on demand“ pädagogische Fachkräfte aus den Kommunalen Medienzentren umfassend zu diesem Themenfeld geschult.
Die so qualifizierten Fachkräfte werden künftig als Trainer:innen eigene Fortbildungsangebote für Lehrkräfte in den Kommunalen Medienzentren anbieten. Dabei können neben rechtsextremistischen auch anderen Formen extremistischer Ansprache in den Blick genommen werden, etwa linksextremistische oder islamistische Inhalte, die teilweise ähnliche Strategien in sozialen Medien aufweisen.
Das Unterrichtsmaterial steht ab sofort kostenfrei über die Bildungsmediathek NRW zur Verfügung. Lehrkräfte können in den Kommunalen Medienzentren in Westfalen-Lippe weitere Hintergrundinformationen, Impulse und Materialien zum Themenfeld erhalten.
„Es gibt viele interessierte und engagierte Lehrkräfte, die sich mit den Gefahren in Social Media auseinandersetzen möchten – trotz vollem Lehrplan und anderen Verpflichtungen“, betont Lara Franke, Medienpädagogin und freie Journalistin. Die Expertin beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema „Rechtsextremismus in Social Media“. Gemeinsam mit dem LWL-Medienzentrum entwickelte sie das Material für den schulischen und außerschulischen Einsatz. Zudem hat sie im Rahmen des LWL-Projekts „Demokratie on demand“ pädagogische Fachkräfte aus den Kommunalen Medienzentren umfassend zu diesem Themenfeld geschult.
Die so qualifizierten Fachkräfte werden künftig als Trainer:innen eigene Fortbildungsangebote für Lehrkräfte in den Kommunalen Medienzentren anbieten. Dabei können neben rechtsextremistischen auch anderen Formen extremistischer Ansprache in den Blick genommen werden, etwa linksextremistische oder islamistische Inhalte, die teilweise ähnliche Strategien in sozialen Medien aufweisen.
Für die Kommunalen Medienzentren in Westfalen ist die Beteiligung am Projekt „Demokratie on demand“ eine wichtige Unterstützungsmaßnahme bei der Entwicklung eigener Angebote für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte. Als Zentren für digitale Bildung werden sie zunehmend auch im Bereich demokratiestärkender Bildungsarbeit angefragt.
„Durch die Qualifizierungen im Projekt werden die Medienzentren geschult, entsprechende Angebote zu entwickeln. Das erweitert unser Portfolio, schärft unser Profil und trägt dazu bei, die Bedeutung der gesellschaftlichen Implikationen von Social Media und auch die Relevanz von medienpädagogischer Arbeit auf kommunaler Ebene sichtbar zu machen“, betonen Torsten Henseler und Seida Bahtovic vom Digitallabor Münster, die sich selbst als Trainer:innen im Projekt „Demokratie on demand“ qualifizieren lassen.
Das LWL-Projekt „Demokratie on demand. Informationskompetenz in Social Media“ umfasst mehrere Qualifizierungsbausteine für pädagogische Fachkräfte der Kommunalen Medienzentren in Westfalen. Weitere Module zu den Themen „Algorithmen“, „Social Bots“ und „Bildkompetenz“ sind bereits vorgesehen.