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SchulKinoWochen NRW 2026

18.02.2026 Carsten Happe

So viele Schülerinnen und Schüler wie nie haben die Kinosäle in lebendige Klassenzimmer verwandelt

Münster (lwl). Im 19. Jahr ihres Bestehens haben die SchulKinoWochen NRW eine neue Bestmarke erreicht: Über 198.000 Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte strömten vom 22. Januar bis 4. Februar 2026 in die Lichtspielhäuser. Damit übertrifft das landesweit größte Projekt zur Filmbildung den Vorjahresrekord von 177.000 Anmeldungen deutlich. In 135 Kinos wurde landesweit Filmkultur lebendig vermittelt. Das Programm von „VISION KINO – Netzwerk für Film und Medienkompetenz“ und „FILM+SCHULE NRW“, einer gemeinsamen Initiative des Landschafts¬verbands Westfalen-Lippe (LWL) und des Ministeriums für Schule und Bildung NRW, umfasste rund 90 Filme, die durch kostenloses Unterrichtsmaterial optimal in den Schulalltag integriert werden konnten.

Mit großem Abstand am meisten besucht wurde die aktuelle Verfilmung von Michael Endes „Momo“, die über 30.000 junge Schülerinnen und Schüler mobilisierte. Die Filme „Paddington in Peru“ und „Der wilde Roboter“ folgten auf den weiteren Plätzen, während die Bestseller-Verfilmung „22 Bahnen“ nach dem Roman von Caroline Wahl der meistgesehene Film der älteren Jahrgänge war. Das neueste Abenteuer von „Pumuckl“ sowie die Animationsfilme „Vaiana 2“ und „Tafiti – Ab durch die Wüste“ verzeichneten ebenfalls jeweils mehr als 10.000 Anmeldungen. DasCineplex in Hamm war das erste Kino in der Geschichte der SchulKinoWochen NRW, das in den zwei Wochen mehr als 6.000 Gäste begrüßen konnte.

Ein besonderes Highlight bildeten die persönlichen Begegnungen zwischen Lernenden und Filmschaffenden. Bereits zur Eröffnung der SchulKinoWochen NRW im Rex-Filmtheater in Wuppertal diskutierte Regisseur Norbert Lechner anhand seines Films „Das geheime Stockwerk“ mit den Schülerinnen und Schülern nicht nur darüber, wie so ein Film entsteht, sondern auch, warum die Beschäftigung mit der Geschichte der NS-Zeit nach wie vor wichtig ist. in dem preisgekrönten Jugendfilm entdeckt der zwölfjährige Karli in einem Alpenhotel einen Lastenaufzug, der als Zeitmaschine ins Jahr 1938 fungiert.

Darüber hinaus begleitete Sarah Winkenstette, Regisseurin des Films „Grüße vom Mars“, Vorführungen im Cobra in Solingen sowie im Cinenova in Köln, um unzählige Fragen zu beantworten. Und auch in weiteren Städten wurde der Kinosaal zum Diskussionsforum: die Darsteller Elijas Amerein („Ab morgen bin ich mutig“) im Kur-Theater in Hennef und Rafael Klein-Heßling („Sonne und Beton“) in der Schauburg in Dortmund verrieten spannende Details ihrer schauspielerischen Arbeit. Der schweizerische Regisseur Christian Frei nutzte die Vorführung im Cineplex Hamm für einen intensiven Austausch über seinen Dokumentarfilm „Blame“ und dessen vielschichtige Perspektiven auf die Corona-Krise, während Szenenbildnerin Susanna Haneder im Cineplex Hamm und im UFA-Palast Düsseldorf exklusive Einblicke hinter die Kulissen von „22 Bahnen“ gewährte.

Die Vorhänge für dieses Jahr sind zwar gefallen, doch das nächste Highlight wirft bereits seine Schatten voraus: Im Januar 2027 feiern die SchulKinoWochen NRW ihre 20. Ausgabe. Dann wird das landesweit größte Projekt zur Filmbildung erneut die Kinosäle in ganz Nordrhein-Westfalen in lebendige Klassenzimmer verwandeln. Lehrkräfte können sich bis dahin weiterhin über die Online-Plattformen von VISION KINO und FILM+SCHULE NRW über aktuelle Filmtipps und pädagogische Trends informieren.

Hintergrund

Die SchulKinoWochen NRW werden veranstaltet von „VISION KINO – Netzwerk für Film und Medienkompetenz“ sowie „FILM+SCHULE NRW“, einer gemeinsamen Initiative des Ministeriums für Schule und Bildung NRW und des LWL-Medienzentrums für Westfalen. „Vision Kino“ ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie wird unterstützt von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie der „Kino macht Schule“ GbR, bestehend aus dem AllScreens Verband Filmverleih und Audiovisuelle Medien e.V., dem HDF Kino e.V., der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. Die Schirmherrschaft über „VISION KINO“ hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen. Kooperationspartner der SchulKinoWochen NRW sind die Kommunalen Medienzentren in NRW, die Bundeszentrale für politische Bildung, Engagement Global, das Wissenschaftsjahr und spinxx.de, das Onlineportal für junge Medienkritik.