Bewegtbild-Trainer:innen- Zertifikatsqualifizierung stärkt Filmbildung in den Kommunalen Medienzentren
Zertifikatsqualifizierung stärkt Filmbildung in den Kommunalen Medienzentren
Neunzehn Medienpädagog:innen und Fachkräfte aus den Kommunalen Medienzentren in Westfalen haben in der insgesamt dreitägigen Zertifikatsqualifizierung „Bewegtbild-Trainer:innen“ ihre Kompetenzen in der Analyse, Produktion und Vermittlung von Film erweitert – stets mit Blick auf den schulischen und außerschulischen Bildungskontext. Das gemeinsame Angebot von FILM+SCHULE NRW und dem Referat Medienbildung des LWL-Medienzentrums für Westfalen hatte das Ziel, die Medienzentren als kompetente Akteure der Filmbildung vor Ort zu stärken.
Der erste Tag der modular aufgebauten Qualifizierung widmete sich im Mai 2025 den Grundlagen der Filmanalyse und Filmsprache. Am Beispiel des Spielfilms „Die Tribute von Panem“ setzten sich die Teilnehmenden mit filmischen Gestaltungsmitteln, Narrativen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen auseinander. Dabei wurde deutlich, wie Filme zur kritischen Auseinandersetzung mit Macht, Manipulation, Medieninszenierung und demokratischen Werten anregen können. Am Nachmittag stand die praktische Filmarbeit im Fokus: In Kleingruppen produzierten die Teilnehmenden eigene Nachrichtenbeiträge und reflektierten dabei journalistische Verantwortung, Meinungsbildung und Perspektivvielfalt.
Praxis und eigene Konzeptarbeit standen im Fokus des zweiten Modul-Tages im Oktober 2025. An verschiedenen Lerninseln von FILM+SCHULE NRW wurden Materialien und Methoden der Filmbildung erprobt. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Audio- und Videotechnik, die die Kommunalen Medienzentren im Rahmen des landesweiten Förderprogramms „Digital Making Places (DMP)“ vom Ministerium für Schule und Bildung erhalten haben. Die Teilnehmenden entwickelten eigene Workshopkonzepte zur Umsetzung im Kommunalen Medienzentrum vor Ort, bei denen besonders der Einsatz der DMP-Technik und die Produktion von Erklärvideos als demokratiestärkendes Bildungsformat im Fokus stand.
Am dritten Modul-Tag wurden die eigenen Konzepte vorgestellt, gemeinsam reflektiert und in Mitmach-Stationen praktisch erprobt. Die so entwickelten Konzepte verbinden Filmbildung, Medienkompetenz und Demokratiebildung miteinander und sollen als spezielle Workshop-Angebote in den nächsten Monaten in den westfälischen Medienzentren mit Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften umgesetzt werden.
Die Zertifikatsqualifizierung „Bewegtbild-Trainer:in“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie praxisorientierte Filmbildung nachhaltig in den Kommunalen Medienzentren verankert werden kann.